Meine Kandidatur
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Meine Kandidatur

Mit 17 Jahren bin ich in die SPD eingetreten. Ich war Vorsitzender der SPD Lindenberg und, soweit es mein Studium zugelassen hat, bei den Jusos aktiv. Damals wie heute bin ich von den Versprechen der Sozialdemokratie überzeugt: Die Chancengleichheit aller sicherzustellen, allen Menschen soziale Absicherung zu gewährleisten und die persönliche Freiheit für Jede und Jeden zu garantieren.

 

Um diese Versprechen wahrer zu machen, deswegen bewerbe ich mich um die Kandidatur für den Bundestag. Die Chancen, die jeder Mensch in Deutschland hat, sind ungleich verteilt. Es braucht einen starken Staat um Chancengleichheit herzustellen. Nur ein starker Staat steht für die Rechte von Minderheiten ein. Nur ein starker Staat, der milliardenschwere Rettungspakete schnürt, sorgt dafür, dass die Wirtschaft nicht zusammenbricht und die wirtschaftliche Existenz vieler nicht ruiniert wird. Und nur ein starker Staat kann die Klimafrage und die soziale Frage gleichzeitig beantworten.

In Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Armut auf. Das hat mit Chancengleichheit nichts zu tun. Wenn Rentner:innen nach ihrem Berufsleben noch die Grundrente in Anspruch nehmen müssen und vielen Arbeitnehmer:innen das Gleiche droht, hat das mit Respekt vor der Lebensleistung und mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Um das zu ändern, dafür möchte ich kandidieren.
Wenn ein industrieller Fleischfabrikant mit
Werkverträgen Mindestlohn und gute Arbeitsbedingungen untergräbt und (Kranken-)Pfleger:innen und Menschen in systemrelevanten Berufen sich mit warmen Worten und Applaus begnügen müssen, dann richtet sich die Entlohnung von Arbeit nicht nach ihrem Wert für die Gesellschaft. Bei der Finanzierung des Staates bezahlen die Einzelhändlerin und der Angestellte Steuern, Internet-Riesen wie Amazon aber zum größten Teil nicht. Das ist nicht gerecht. Und wenn jetzt einige anfangen am Sozialstaat sparen zu wollen um den Haushalt ins Lot zu bekommen anstatt auf die Einnahmeseite zu schauen, dann ist das fatal. Um das nicht zuzulassen, darum möchte ich kandidieren. In Deutschland schreitet die antidemokratische Spaltung voran. Die

Bilder von brennenden Flüchtlingsunterkünften sind nicht vergessen und dürfen nicht vergessen werden. Reichsbürger verbünden sich mit Nazis und Verschwörungstheoretikern vor dem Reichstag und die AfD sitzt im Bundestag. Die steigende Zahl von antisemitischen und ausländerfeindlichen Straftaten sind weitere alarmierende Zeichen. Doch nicht nur in Deutschland greifen Rechtspopulisten unsere liberale Demokratie direkt an. Der Rechtsstaat und die Pressefreiheit in Mitgliedsstaaten der EU geraten unter Druck. Wenn Frauen der Zugang zu
Abtreibungen erschwert wird, die LGBTQ-Community diskriminiert wird, und die Unabhängigkeit der Justiz in Frage gestellt wird, darf uns das nicht egal sein. Aus Angst vor Rechtspopulisten, auch denen aus Deutschland, ist Europa zur Festung geworden, und das Schicksal
Geflüchteter in Griechenland, auf dem Balkan und in Nordafrika gerät zusehends aus dem Blickfeld. Der wachsende Rechtspopulismus ist ein politisches Symptom, deren Ursache sozioökonomische Ungleichheiten sind.
Gegen diese Ungleichheiten müssen wir etwas tun. Das geht nur mit progressiver Politik und progressiven Kandidaten. Und deswegen möchte ich kandidieren.